Ein Wahrzeichen von Wachstein
Kirche St. Michael zu Wachstein
Die erste Kirche in Wachstein geht auf das frühe Mittelalter (5.–10. Jh.) zurück und wurde vermutlich vom Grafen von Pappenheim gegründet. Beim Abriss der alten Kirche im Jahr 1907 wurden deren Fundamente freigelegt. Ursprünglich war Wachstein eine Tochterkirche von Gundelsheim, kam aber 1415 mit der Erhebung Theilenhofens zur eigenständigen Pfarrei zu dieser hinzu. Die Reformation erreichte Wachstein erst 1545. 1658 wurde ein neues Pfarrhaus gebaut, 1713 folgte eine Pfarrscheune. 1733 erhielt die Kirche ihre erste Orgel. Der Kirchturm wurde 1757/58 errichtet, das Zifferblatt aus Solnhofer Stein sorgt bis heute für Diskussionen über seine Inschrift. 1867 kam eine neue Turmuhr hinzu.
Die Kirche wurde 1907 wegen Baufälligkeit abgerissen und neu erbaut. Die Einweihung fand am 27. September 1908 mit großem Fest statt. Damals besaß der Turm drei Glocken. Zwei davon gingen in den Weltkriegen verloren. Erst 1951 und 1963 wurde das Geläut wieder ergänzt.
1986 entstand die Idee zur Anschaffung einer neuen Orgel, was schließlich zur umfassenden Innenrenovierung der Jugendstil-Kirche führte. Die Arbeiten wurden 1987 abgeschlossen, am vierten Advent feierlich eingeweiht. Die neue Orgel bietet seitdem eine beeindruckende Klangfülle.
1991 wurde das Gemeindehaus eingeweiht. Ursprünglich als kleine Erweiterung geplant, entwickelte sich das Projekt zu einer umfangreichen Sanierung. Pfarrer Brummer dankte bei der Einweihungsfeier besonders der Familie Beckstein für ihren Einsatz. Zum Gedenken stiftete Bürgermeister Bierlein eine Holztafel mit der Inschrift:
„Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“



