Spirituelles Erbe in Theilenhofen
St. Agatha Theilenhofen
Der genaue Zeitpunkt der Erbauung der St. Agatha Kirche ist unbekannt. Ein Hinweis auf ihr hohes Alter ist die eingemeißelte Jahreszahl 1422 am Kirchturm. Die Kirche trägt den Namen der heiligen Agatha, einer Märtyrerin der frühen Christenverfolgung, die als Schutzpatronin gegen Feuer gilt.
Wahrscheinlich war die Kirche ursprünglich eine Filialkirche der Pfarrei Alesheim, worauf auch das Wappen der Grafen von Pappenheim im Chorraum hindeutet. Aus dem Jahr 1666 stammen Altar und Kanzel, die beim Umbau des Langhauses um 1772 wiederverwendet wurden.
Im Inneren finden sich mehrere historische Grabplatten verstorbener Pfarrer, darunter ein auffälliges Relief aus dem Jahr 1712. Auch das Grabmal von Pfarrer Schwender (†1799) mit Pyramidenstumpf und Pappenheimer Wappen ist erhalten.
Zwischen 1980 und 1984 wurde die Kirche umfassend renoviert. Heute zeigt sie sich in schlichter barocker Gestaltung, typisch für Mittelfranken. Die St. Agatha Kirche ist Ort der sonntäglichen Gottesdienste und Begleiterin in allen Lebensabschnitten. Ihre Weihe wird traditionell am Sonntag nach dem Erntedankfest gefeiert – als Zeichen für Gottes bleibende Gegenwart.



